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Kapazitätsprognose

Was ist das?

Die Kapazitätsprognose (Planen → Kapazitätsprognose) zeigt je Prüfstandstyp, ob Ihre Prüfstände für die geplanten und die noch nicht eingeplanten Tests der nächsten Wochen reichen — etwa „reichen unsere Klimakammern im nächsten Quartal?" oder „brauchen wir mehr Zyklierer?". Sie rechnet aus demselben Zeitplan wie der Belegungskalender und die Doppelbelegungs-Warnung, zeigt die Auslastung je Woche, die höchste Zahl gleichzeitig laufender Tests und wie viele Prüfstände fehlen. Mit Was-wäre-wenn-Szenarien probieren Sie zusätzliche Prüfstände oder ein verschobenes Projekt aus, ohne am Plan etwas zu ändern.

So benutzt man es

  • Zeitraum und Ziel-Auslastung: Oben wählen Sie 8, 13 oder 26 Wochen und eine Ziel-Auslastung von 70, 80 oder 90 %. Die Ziel-Auslastung ist der Puffer für Wiederholungen, Ausfälle und Umrüsten — 80 % ist ein guter Standard. Die erste Woche beginnt jetzt, nicht am vergangenen Montag.
  • Eine Karte je Prüfstandstyp: Sie zeigt die Zahl der einsatzbereiten Prüfstände, die Gesamtauslastung im Zeitraum und eine Einschätzung:
    • Kapazität reicht — keine Woche über der Ziel-Auslastung und nie mehr Tests gleichzeitig als Prüfstände.
    • Über der Ziel-Auslastung — in einzelnen Wochen wenig Puffer.
    • Spitzenlast — zeitweise sollen mehr Tests gleichzeitig laufen, als Prüfstände da sind, obwohl die Wochenauslastung harmlos aussehen kann. Oft genügt es, Starts zu staffeln.
    • Zu wenig Kapazität — Plan und Rückstand passen im Zeitraum nicht unter die Ziel-Auslastung; genannt wird, wie viele Prüfstände fehlen.
  • Wochenbalken: Je Woche die Auslastung in Prozent. Blau = normal, orange = mehr gleichzeitige Tests als Prüfstände (darunter steht z. B. „3/2"), rot = über der Ziel-Auslastung. Die gestrichelte Linie ist die Ziel-Auslastung. Mit der Maus über einem Balken sehen Sie gebuchte und verfügbare Stunden.
  • Rückstand: Offene Testfälle, die keinen Platz im Plan haben — ohne Prüfstand, ohne berechenbaren Termin (Sequenz ohne Start) oder mit einem Termin, der schon vorbei ist. Die Karte nennt die Stunden und bis wann der Rückstand in die freie Kapazität passt. Ohne zugewiesenen Prüfstand wird der Typ aus den erlaubten Prüfständen bzw. Prüfstandstypen der Testfall-Vorlage abgeleitet, wenn er eindeutig ist.
  • Was wäre wenn — zusätzliche Prüfstände: Mit „+"/„−" auf einer Karte rechnen Sie mit hypothetischen zusätzlichen Prüfständen dieses Typs.
  • Was wäre wenn — Projekt verschieben: Oben ein Projekt wählen und die Wochen eingeben (negativ = früher). Alle Buchungen des Projekts werden in der Rechnung verschoben.
  • Szenario zurücksetzen: Entfernt alle Was-wäre-wenn-Annahmen. Szenarien werden nie gespeichert; sie stehen nur in der Adresse der Seite und lassen sich als Link teilen.
  • Per Agent/MCP: Das Tool get_capacity_forecast liefert dieselben Zahlen, inklusive Was-wäre-wenn (siehe Agent-Tokens).

Wie gerechnet wird

  • Verfügbare Stunden: Jeder Prüfstand zählt rund um die Uhr (24/7), abzüglich seines nächsten Wartungsfensters und seiner Reservierungen. Prüfstände mit Status „Außer Betrieb" zählen nicht.
  • Gebuchte Stunden: Offene Testfälle (ausstehend oder laufend) mit Prüfstand, in ihrem berechneten Zeitraum aus dem Zeitplan. Beaufsichtigte Tests belegen ihren Prüfstand dabei nur in der Arbeitszeit.
  • Fehlende Prüfstände: (gebuchte Stunden + Rückstand − verfügbare Stunden × Ziel-Auslastung) ÷ (Stunden im Zeitraum × Ziel-Auslastung), aufgerundet.
  • Wie bei Belegungskalender und Konfliktprüfung werden die jüngsten 50 Projekte berücksichtigt.

Typische Probleme

  • „Ein Typ zeigt 0 % Auslastung, obwohl dort Tests geplant sind." Die Testfälle haben keinen Prüfstand zugewiesen oder ihre Sequenz hat keinen Start — dann zählen sie als Rückstand, nicht als Buchung. Prüfstand zuweisen bzw. Sequenzstart setzen.
  • „Testfälle ohne eindeutigen Prüfstandstyp sind nicht eingerechnet." Der Testfall hat keinen Prüfstand, und seine Vorlage erlaubt keinen oder mehrere Prüfstandstypen. Prüfstand zuweisen oder an der Vorlage genau einen erlaubten Typ bzw. Prüfstände eines Typs hinterlegen.
  • „Die Auslastung wirkt zu niedrig." Verfügbar ist ein Prüfstand 24/7. Bei rein beaufsichtigten Prüfplätzen mit 40 Arbeitsstunden pro Woche liegt die erreichbare Auslastung deshalb bei etwa 25 %. Achten Sie dort vor allem auf die Spitzenlast.
  • „Ein Prüfstand in Wartung fehlt in der Rechnung nicht." Nur der Status „Außer Betrieb" nimmt einen Prüfstand ganz heraus. Eine Wartung wirkt über das gepflegte Wartungsfenster (siehe Wartungen).
  • „Das Projekt lässt sich nicht zum Verschieben auswählen." Angeboten werden nur Projekte mit Buchungen im gewählten Zeitraum.
  • „Hinweis: sehr grosse Pläne sind gekürzt." Mehr als 50 aktive Projekte, 200 Prüfstände oder 1.000 Reservierungen im Zeitraum — die Prognose rechnet dann mit einem Ausschnitt.

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