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Projekte

Was ist das?

Ein Projekt bündelt alles, was zu einem Prüfauftrag gehört: Testsequenzen, Meilensteine, Berichte, Abweichungen und den Zeitplan darüber. Es ist die oberste Ebene der Planung — Sequenzen und Testfälle hängen immer an genau einem Projekt.

Der Status eines Projekts kann manuell gesetzt oder automatisch abgeleitet werden. Bei automatischer Ableitung ergibt er sich aus den Status der Sequenzen und ihrer Testfälle: sobald irgendwo gearbeitet wird, ist das Projekt „in Bearbeitung"; sind alle Testfälle bestanden, ist es „bestanden". Geändert wird der Status ausschließlich auf der Projekt-Detailseite (in der Projektliste ist die Statuszelle reine Anzeige) — beim manuellen Setzen fragt eine Bestätigung nach, ob wirklich nicht mehr automatisch abgeleitet werden soll.

Wie bei Testsequenzen und Testfällen legt jede gespeicherte Änderung am Projekt (inkl. jedem Wechsel zwischen manuellem und automatischem Status) automatisch eine Revision an — sichtbar im Revisionsverlauf am Ende der Detailseite, mit optionaler Notiz und der Möglichkeit, eine ältere Revision wiederherzustellen. Der Revisionsverlauf erscheint erst, sobald mindestens eine Revision existiert.

Ein Projekt oder eine Sequenz lässt sich nicht pausieren: Was gerade stockt, bleibt „In Bearbeitung" — halten Sie den Grund als Notiz am betroffenen Testfall fest. Der Fluss der Testfall-Status ist in testsequenzen.md beschrieben.

Die Laufzeit in der Tabelle ist ebenfalls abgeleitet — sie ergibt sich aus dem Zeitplan der Sequenzen und nicht aus einem manuell gepflegten Datum.

So benutzt man es

  • Neues Projekt anlegen: Der Button „+ Neues Projekt" öffnet eine Seitenleiste mit Name, Beschreibung und Kunde. Beim Kunden lässt sich zwischen „Vorhandener Kunde" (Auswahl aus der Liste) und „Neuer Kunde" wechseln — Letzteres zeigt dieselben Felder wie das Kundenformular auf der Kunden-Seite direkt in der Seitenleiste; der Kunde wird zusammen mit dem Projekt angelegt. Der „Neuer Kunde"-Tab erscheint nur, wenn die Berechtigung zum Anlegen von Kunden besteht.
  • Angaben für den Prüfbericht (ISO/IEC 17025): Im Projektformular (Anlegen und „Bearbeiten") gibt es einen eigenen Block mit vier Feldern, die in jeden Prüfbericht des Projekts übernommen werden:
    • Ort der Durchführung — nur ausfüllen, wenn nicht im eigenen Labor geprüft wird (z. B. beim Kunden vor Ort). Leer = Laboranschrift aus den Einstellungen.
    • Entscheidungsregel — wie die Messunsicherheit bei der Bewertung bestanden/fehlgeschlagen berücksichtigt wird. „Einfache Akzeptanz (Messunsicherheit nicht berücksichtigt)" ist der Standard: bestanden ist, was innerhalb der Grenzwerte liegt. „Schutzband w = U (geschützte Annahme nach ILAC-G8)": bestanden nur, wenn der Messwert mindestens die am Testfall hinterlegte Messunsicherheit U innerhalb der Grenzen liegt; Messgrößen ohne U werden wie bei einfacher Akzeptanz bewertet. „Ergibt sich aus Spezifikation/Norm": die Regel steckt in der Norm selbst; bewertet wird gegen die dort genannten Grenzen wie bei einfacher Akzeptanz. Die Regel wirkt auf alle künftigen Auswertungen; bereits ausgewertete Ergebnisse behalten die Regel, mit der sie bewertet wurden.
    • Vereinbarung zur Entscheidungsregel (optional) — Wortlaut oder Verweis auf die Vereinbarung mit dem Kunden, z. B. Angebotsnummer.
    • Vom Kunden bereitgestellte Angaben (optional) — etwa Probenbezeichnung oder Einsatzbedingungen laut Kunde. Der Bericht weist sie als Kundenangaben aus und vermerkt, dass das Labor dafür keine Verantwortung übernimmt. Die Werte stehen auf der Projekt-Detailseite in der Karte „Angaben für den Prüfbericht", werden mit jeder Projektänderung in der Revision festgehalten und beim Wiederherstellen einer Revision mit zurückgesetzt. Änderungen daran stehen mit altem und neuem Wert im Audit-Log.
  • Kunde auf der Detailseite: Ist dem Projekt ein Kunde zugeordnet, erscheint er direkt unter dem Titel als Kachel mit Namen und — sofern hinterlegt — Kundenlogo. Ein Klick führt zur Kunden-Detailseite.
  • Prüflinge-Karte: Neben Laufzeit und Meilensteinen zeigt die Detailseite eine Karte „Prüflinge" mit allen Prüflingen, die über die Testsequenzen des Projekts verknüpft sind — inklusive Typ, Status und Anzahl der zugeordneten Sequenzen im Projekt. Ein Klick auf einen Eintrag führt zur Prüfling-Detailseite. Da ein Prüfling nicht direkt am Projekt hängt, sondern über seine Sequenzen (siehe pruefling.md), können hier auch mehrere Prüflinge parallel auftauchen — etwa bei einem Langzeittest mit mehreren Baumustern derselben Serie. Ohne verknüpfte Sequenz bleibt die Karte leer.
  • Projektliste: Die Seite „Projekte" zeigt eine Seite mit 25 Projekten. Über die Leiste am unteren Rand der Tabelle wird geblättert; die Seitennummer steht in der Adresszeile und lässt sich damit teilen oder als Lesezeichen ablegen.
  • Detail-Panel: Auf breiten Bildschirmen öffnet ein Klick auf eine Zeile (außerhalb des Namens-Links) rechts neben der Tabelle ein Panel mit Status, Fortschritt, erledigten Tests, Ende und den Sequenzen samt Termin und Fortschrittsbalken — ohne die Liste zu verlassen. „Projekt öffnen" oder der Name führen zur Detailseite, das ✕ schließt das Panel. Die Auswahl steht als ?preview=… in der Adresse. Auf Tablet und Smartphone führt der Zeilenklick wie bisher direkt zur Detailseite.
  • Suchen: Das Suchfeld über der Tabelle sucht in Name und Beschreibung. Gesucht wird über den gesamten Bestand, nicht nur auf der angezeigten Seite. Die Suche wird beim Tippen angewendet und setzt die Seitennummer zurück.
  • Sortieren: Ein Klick auf die Spaltenköpfe „Name" oder „Erstellt" sortiert auf- oder absteigend. Nach Status und Laufzeit lässt sich nicht sortieren: beide Werte sind abgeleitet und stehen nicht als Feld in der Datenbank.
  • Duplizieren: Über das Aktionsmenü am Zeilenende („Duplizieren") entsteht eine Kopie des Projekts — mit Beschreibung, Meilensteinen und allen Testsequenzen samt ihrer Testfälle, Prüfstand-Zuordnung und Abhängigkeiten. Die Kopie startet komplett zurückgesetzt: Status „Ausstehend", keine Durchführungen, Ergebnisse, Messwerte, Fotos oder Abweichungen — sie ist ein neuer, leerer Testlauf mit demselben Aufbau, kein Archiv des alten Standes. Berichte, Kundenportal-Links und der Revisionsverlauf werden nicht mitkopiert. Ort der Durchführung und Entscheidungsregel (samt Vereinbarung) werden übernommen, die vom Kunden bereitgestellten Angaben nicht — sie gehören zu genau diesem Auftrag.
  • Archivieren: Abgeschlossene Projekte wandern über das Aktionsmenü am Zeilenende ins Archiv. Der Tab „Archiviert" zeigt sie weiterhin; sie tauchen aber nicht mehr in der Zusammenfassung, in „Meine Aufgaben" oder im Zeitplan auf. Archivieren löscht nichts — es räumt nur die Arbeitsansicht auf.
  • Zusammenfassung: Die Zeile unter dem Titel („N Projekte · N aktiv · N abgeschlossen") zählt alle aktiven Projekte, nicht nur die angezeigte Seite. Dasselbe gilt für die Zahlen in den Tabs.
  • Zeitplan: Unter der Tabelle klappt „Zeitplan" ein Balkendiagramm über alle Projekte auf. Es zeigt die Projekte der aktuellen Seite und sagt das auch, sobald es mehr als eine Seite gibt. Grund: Termine werden aus dem Abhängigkeitsgraphen der Sequenzen berechnet, dafür muss der vollständige Sequenzbaum geladen sein — und der wird bewusst nur für eine Seite geladen. Für den Blick auf ein einzelnes Projekt ist die Projekt-Detailseite gedacht, dort steht der Zeitplan vollständig.

Typische Probleme

„Ich sehe mein Projekt nicht in der Liste." Drei mögliche Ursachen, in dieser Reihenfolge prüfen: (1) Im Suchfeld steht noch ein Begriff — leeren. (2) Das Projekt ist archiviert — Tab „Archiviert". (3) Die Liste steht auf einer anderen Seite — Suche benutzen statt zu blättern, sie geht über den gesamten Bestand.

„Der Zeitplan zeigt nicht alle Projekte." Das ist so gewollt. Er zeigt die Projekte der aktuellen Seite; ein Hinweis über dem Diagramm nennt Seitennummer und Seitenanzahl. Zum Blättern die Leiste unter der Tabelle benutzen — der Zeitplan folgt.

„Die Zahl in der Zusammenfassung passt nicht zu den Zeilen in der Tabelle." Die Zusammenfassung zählt den gesamten Bestand, die Tabelle zeigt 25 Zeilen. Sobald gesucht wird, zeigt die Tabelle zusätzlich nur die Treffer, während die Zusammenfassung unverändert alle aktiven Projekte zählt.

„Der Status stimmt nicht mit dem überein, was ich eingestellt habe." Dann steht das Projekt auf automatischer Statusableitung. Auf der Projekt-Detailseite lässt sich zwischen automatisch und manuell umschalten; bei „automatisch" folgt der Status den Sequenzen und ist nicht direkt setzbar.

„Ich kann den Status nicht in der Projektliste ändern." Das ist so gewollt — die Statuszelle der Tabelle ist reine Anzeige. Ändern lässt sich der Status nur auf der Projekt-Detailseite, dort mit Bestätigung beim manuellen Setzen.

„Nach Status oder Laufzeit lässt sich nicht sortieren." Richtig — beides ist abgeleitet und existiert nicht als sortierbares Feld. Sortierbar sind Name und Erstellungsdatum. Wer nach Status filtern will, nutzt „Meine Aufgaben" (Tabs für offen, fehlgeschlagen, zuletzt abgeschlossen).

„Die Suche findet ein Projekt nicht, obwohl der Begriff im Projekt vorkommt." Gesucht wird nur in Name und Beschreibung — nicht in Sequenz- oder Testfallnamen. Für die Suche über alle Objektarten die Kommandopalette benutzen (Strg+K bzw. ⌘K).

„Nach dem Umstellen der Entscheidungsregel haben sich alte Ergebnisse nicht geändert." Das ist so gewollt. Jedes Ergebnis behält die Regel, mit der es ausgewertet wurde. Soll ein Prüfschritt nach der neuen Regel bewertet werden, die Durchführung über „Ergebnisse anpassen" erneut speichern bzw. „Aus Messdaten auswerten" erneut ausführen.

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