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Inventar (Geräte & Kalibrierung)

Was ist das?

Das Inventar verwaltet Mess- und Hilfsgeräte (z. B. Multimeter, Oszilloskope, Referenzsensoren), die für Prüfungen benötigt werden — getrennt von Prüfständen und Prüflingen. Jedes Gerät hat einen Status (verfügbar, Kalibrierung fällig, außer Betrieb) und einen Kalibrierverlauf. Geräte können optional einem Gerätetyp zugeordnet werden, der zusätzliche, frei definierbare Felder (Properties) mitbringt — analog zu Prüfstand- und Prüflingstypen.

So benutzt man es

  • Gerätetypen anlegen: Einstellungen → Gerätetypen → „Typ hinzufügen". Das öffnet einen zweistufigen Dialog: zuerst nur der Name des Typs (z. B. „Multimeter", „Oszilloskop"), erst nach „Weiter" folgt der zweite Schritt mit den eigenen Feldern (Properties) — beide Schritte zeigt ein Fortschrittsbalken oben im Dialog. Zusätzlich lassen sich dort „Globale Eigenschaften" definieren, die für jedes Gerät gelten, unabhängig vom Typ. Bei Feldern vom Typ „Zahl" lässt sich zusätzlich eine Einheit wählen (Vorauswahl gängiger Einheiten als Dropdown, erweiterbar unter Einstellungen → Allgemein → „Einheiten") — sie wird bei der Anzeige des Werts automatisch angehängt.
  • Eingebautes Feld „Standort" anpassen: Im Bereich „Globale Eigenschaften" der Gerätetypen-Einstellungen lässt sich das Feld „Standort" umbenennen und ausblenden, wenn es im eigenen Labor nicht gebraucht wird — analog zur entsprechenden Anpassung bei Prüflingstypen (siehe pruefling-typen). Der Gerätename bleibt immer sichtbar, da er das Gerät identifiziert.
  • Tabellenspalten: Neben Gerät, Status, Typ, Standort und Kalibrierdaten zeigt die Inventar-Tabelle automatisch eine Spalte je globaler Eigenschaft. Über den Button „Spalten" lassen sich zusätzlich beliebige Typ-Eigenschaften einblenden — die Auswahl gilt nur für den eigenen Account, fehlende Werte zeigen „–".
  • Gerät anlegen: Inventar → Neues Gerät. Der Gerätetyp ist optional; wird einer gewählt, erscheinen dessen Felder direkt im Formular. Ein neuer Typ lässt sich auch direkt aus dem Formular heraus anlegen.
  • Kalibrierung direkt bei der Anlage erfassen: Im selben Formular gibt es den Schalter „Kalibrierung jetzt erfassen" — wird er aktiviert, entsteht das Gerät zusammen mit seiner ersten Kalibrierung in einem Schritt, ohne danach separat eine Kalibrierung nachtragen zu müssen.
  • Foto: Im Anlage- bzw. Bearbeiten-Formular lässt sich ein Foto des Geräts hochladen — z. B. um es im Labor wiederzuerkennen. Auf der Detailseite erscheint es links neben den Gerätedaten, sobald eins hinterlegt ist; ohne Foto bleibt die Ansicht unverändert. Zulässig sind PNG und JPG, maximal 2 MB; ein neues Foto ersetzt das vorherige, „Entfernen" im Formular löscht es wieder.
  • Weitere Kalibrierungen: Auf der Gerätedetailseite über „Kalibrierung hinzufügen". Der Status springt automatisch von Kalibrierung fällig auf Verfügbar, sobald eine gültige Kalibrierung erfasst wird.
  • Status „Kalibrierung fällig" wird automatisch gesetzt: Dieser Status lässt sich nicht manuell aus dem Status-Menü wählen — er wird von einer täglichen Prüfung (06:00 Uhr) automatisch gesetzt, sobald die Kalibrierung eines verfügbaren Geräts innerhalb der weitesten konfigurierten Erinnerungsstufe abläuft oder bereits abgelaufen ist. Manuell wählbar bleiben nur „Verfügbar" und „Außer Betrieb".
  • Kalibrier-Erinnerung konfigurieren: Unter Einstellungen → Allgemein → „Kalibrier-Erinnerung" lassen sich mehrere Erinnerungsstufen als „Tage vor Ablauf" pflegen (z. B. 14, 7 und 1 Tag vorher — Vorgabe) sowie ein Wiederholungsintervall für die Zeit nach Ablauf (z. B. alle 7 Tage erneut erinnern, 0 = nur einmalig). Jede Stufe benachrichtigt Owner/Admins genau einmal; erst der Übergang in eine dringlichere Stufe löst die nächste Benachrichtigung aus. Eine neue Kalibrierung setzt alle Stufen zurück.
  • Filtern: Über den Status- und Typ-Filter oberhalb der Liste lässt sich die Geräteliste eingrenzen (kombinierbar mit der Suche). Der Hinweis „X Geräte benötigen eine Kalibrierung" hat einen „Anzeigen"-Link, der den Status-Filter direkt auf „Kalibrierung fällig" setzt.
  • CSV-/Excel-Import und -Export: „Exportieren" oben auf der Seite liefert alle Geräte als CSV oder Excel (.xlsx), inklusive Typ, letzter Kalibrierung und aller definierten Eigenschaften (Typ- und globale Eigenschaften, je eine Spalte property_<Schlüssel>). „Importieren" liest dieselbe Struktur wieder ein; ein nicht gefundener Typname führt zu einer Warnung, das Gerät wird trotzdem ohne Typ angelegt. Eine Kalibrierung wird nur übernommen, wenn sowohl Kalibrierdatum als auch Gültig-bis-Datum gültig angegeben sind — fehlt eines oder lässt es sich nicht lesen, meldet der Import das als Zeile ohne Kalibrierung statt sie stillschweigend wegzulassen. Zeilen ohne Namen werden übersprungen.
  • Import-Vorschau: Nach der Dateiauswahl öffnet sich zunächst eine Vorschau — es wird noch nichts gespeichert. Sie zeigt je Zeile, ob ein neues Gerät angelegt oder ein vorhandenes aktualisiert wird (oder die Zeile übersprungen wird), sowie Auffälligkeiten wie ungültiger Status, unbekannter Typ, ungültige Eigenschaftswerte, unbekannte ID oder unvollständige Kalibrierangabe. Bei einer Aktualisierung listet die Vorschau zusätzlich jedes tatsächlich geänderte Feld einzeln auf (alter Wert → neuer Wert, inklusive Eigenschaften und Kalibrierung) — Felder ohne Änderung erscheinen nicht. Bei sehr grossen Dateien zeigt die Vorschau nur die ersten 200 Zeilen im Detail; die Summenzahlen oben gelten trotzdem für alle Zeilen. Erst ein Klick auf „Einträge importieren" schreibt die Daten; „Abbrechen" verwirft die Datei ohne Änderungen.
  • Bearbeiten per Export → Import (kein Duplikat): Die exportierte Datei enthält in der ersten Spalte die ID jedes Geräts. Eine bearbeitete Export-Datei (Werte geändert, neue Zeilen mit leerer ID-Spalte angehängt) lässt sich gefahrlos re-importieren: Zeilen mit bekannter ID aktualisieren das vorhandene Gerät statt ein zweites anzulegen, nur Zeilen ohne (oder mit unbekannter) ID legen ein neues an. Unveränderte Kalibrierdaten in einer re-importierten Zeile erzeugen dabei keinen weiteren, identischen Kalibrierungseintrag — nur wirklich geänderte oder neue Kalibrierdaten legen einen neuen Eintrag an.

Typische Probleme

  • „Gerätetyp lässt sich nicht löschen, wenn er noch verwendet wird." Doch — die Löschbestätigung zeigt vorher an, wie viele Geräte den Typ gerade verwenden. Beim Löschen wird nur die Typzuordnung entfernt, die Geräte selbst bleiben erhalten.

  • „Die Kalibrierungsfelder im Anlage-Formular fehlen." Der Schalter „Kalibrierung jetzt erfassen" muss aktiviert sein; ohne ihn wird das Gerät ohne Kalibrierung angelegt (kann später jederzeit nachgetragen werden).

  • „Status bleibt auf Kalibrierung fällig." Prüfen, ob das Gültig-bis-Datum der letzten Kalibrierung wirklich in der Zukunft liegt.

  • „Ich kann den Status nicht auf Kalibrierung fällig setzen." Das ist so gewollt — dieser Status wird ausschliesslich automatisch anhand des Kalibrier-Fälligkeitsdatums gesetzt (tägliche Prüfung), nicht manuell aus dem Status-Menü.

  • „Beim Import fehlt die Kalibrierung bei einem Gerät." Kalibrierdatum und Gültig-bis-Datum müssen beide gültig gesetzt sein — fehlt eines, meldet der Import die Zeile unter „unvollständiger oder ungültiger Kalibrierangabe"; das Gerät wird ohne Kalibrierung angelegt und lässt sich nachträglich ergänzen.

  • „Eine Eigenschaft aus meiner Import-Datei fehlt am importierten Gerät." Entweder war der Wert für den Feldtyp ungültig (Meldung „Eigenschaftswerte ungültig"), oder die Spalte ist keine bekannte Eigenschaft dieses Typs bzw. keine globale Eigenschaft (Meldung „Unbekannte Spalten ignoriert").

  • „Datei konnte nicht gelesen werden." Entweder ist die Datei beschädigt oder trotz .xlsx-Endung keine echte Excel-Datei, oder sie enthält ungültige Zeichen — in beiden Fällen wird nichts importiert.

  • „Nach dem Re-Import gibt es das Gerät doppelt." Prüfen Sie, ob die ID-Spalte in der bearbeiteten Datei erhalten geblieben ist — wird sie gelöscht oder geleert, behandelt der Import die Zeile als neues Gerät.

  • „Ein Typ mit diesem Namen existiert bereits." Gerätetyp-Namen sind innerhalb der Organisation eindeutig — auch unabhängig von Gross-/ Kleinschreibung. Entweder den vorhandenen Typ verwenden oder einen unterscheidenden Namen wählen.

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