# Testsequenzen

## Was ist das?

Eine Testsequenz bündelt die Testfälle, die an einem Prüfling nacheinander
oder parallel durchlaufen werden — inklusive Zeitplan, Zuordnung zu
Prüfständen und Abhängigkeiten zwischen den Testfällen. Jede Sequenz gehört zu
einem Projekt und optional zu einem Prüfling.

Der **Startzeitpunkt** einer Sequenz muss entweder manuell fixiert werden oder
sich aus mindestens einer Abhängigkeit zu einer anderen Sequenz ergeben —
eines von beiden ist Pflicht, sonst lässt sich die Sequenz nicht anlegen. Den
**Endzeitpunkt** bestimmt immer die Sequenz selbst — er ergibt sich aus Dauer
und Zeitplanung der eingeplanten Testfälle und lässt sich nicht mehr manuell
überschreiben.

Wiederverwendbare Sequenz-Vorlagen (`isTemplate: true`) verwaltet man unter
„Sequenzen und Testfälle" im Reiter „Templates Sequenzen" — daneben liegt
„Templates Testfälle" für die einzelnen Testfall-Definitionen. Beide Reiter
zeigen bewusst nur Vorlagen; Suche und Blättern laufen serverseitig über die
URL (`?q=&page=&tab=`). Eine tatsächlich laufende Sequenz eines Projekts
steht immer auf der jeweiligen Projektseite.

## So benutzt man es

- **Neue Sequenz anlegen:** Auf der Projektseite, Button „Neue Sequenz". Gibt es
  bereits Sequenz-Vorlagen, öffnet der Button ein Dropdown mit zwei Wegen:
  „Leere Sequenz anlegen" (nur Name, danach Testfälle einzeln hinzufügen) oder
  „Aus Template erstellen" (Vorlage und zugehörigen Prüfling wählen — die
  Sequenz entsteht direkt mit dem vollständigen, in der Vorlage definierten
  Satz an Testfällen). Ohne vorhandene Vorlagen fehlt das Dropdown und der
  Button legt direkt eine leere Sequenz an.
- **Beim Anlegen direkt mitgeben, nicht erst nachträglich pflegen:** Sowohl
  „Leere Sequenz anlegen" als auch „Aus Template erstellen" fragen im selben
  Dialog Startzeitpunkt (oder Abhängigkeit zu einer anderen Sequenz),
  Abhängigkeiten zu bereits vorhandenen Sequenzen des Projekts und — im
  Template-Dialog — die Prüfstandszuordnung je Testfall ab. Die
  Prüfstandszuordnung ist dort automatisch vorgeschlagen (siehe „Automatischer
  Prüfstand-Vorschlag" unten) und lässt sich pro Testfall direkt beim Klonen
  überschreiben, ohne danach jede Zeile einzeln auf der Sequenzseite
  anzufassen.
- **Sequenz-Vorlage anlegen:** Unter „Sequenzen und Testfälle" → Reiter
  „Templates Sequenzen", Button „Neues Template". Eine Vorlage lässt sich
  anschließend wie eine normale Sequenz mit Testfällen befüllen und dann per
  „Aus Template erstellen" beliebig oft in Projekte übernehmen.
- **Testfälle einplanen:** Auf der Sequenzseite zeigt eine Tabelle alle
  Testfälle der Sequenz mit Status, Prüfstand, Start, Ende, Dauer und
  Abhängigkeiten — Prüfstand, Start und Abhängigkeiten lassen sich direkt in
  der Zeile ändern. „Testfall hinzufügen" öffnet ein seitliches Formular
  (unabhängig von anderen offenen Dialogen bedienbar, z. B. um dabei gleich
  einen neuen Prüfstand anzulegen).
- **Arbeitszeitmodus je Testfall überschreiben:** Jeder Testfall hat beim
  Anlegen/Bearbeiten die Checkbox „Läuft unbeaufsichtigt weiter". Ist sie
  angehakt, zählt die Dauer kalendarisch durch — Wochenende und Feierabend
  spielen keine Rolle (Klimakammer-, Vibrations- oder andere Dauerläufe). Ist
  sie abgewählt, wird der Testfall nur innerhalb der unter Einstellungen →
  Kalender festgelegten Laborarbeitszeit verplant und über Feierabend/
  Wochenende gestreckt (z. B. eine 6-Stunden-Handmessung). Das gilt **nur**,
  wenn die Organisation dort auf „Nur Arbeitszeit" gestellt ist — bei
  „Durchgehend (24/7)" (Standard) rechnet ohnehin jeder Testfall kalendarisch,
  die Checkbox hat dann keine sichtbare Wirkung. Details zum Org-weiten Modus:
  `kalender`.
- **Mehrere Testfälle auf einmal bearbeiten:** Zeilen in der Tabelle
  auswählen (Kopfzeile für alle) — eine Leiste am unteren Bildschirmrand
  erlaubt dann, Status zu setzen oder allen ausgewählten Testfällen
  gemeinsam eine zuständige Person zuzuweisen.
- **Testfall aus einem Template bearbeiten:** Der Stift an einem Testfall im
  Template (Dialog „<Template> — Testfälle" bzw. Template-Detailseite) öffnet
  dasselbe vollständige Formular wie unter „Templates Testfälle" — mit allen
  Feldern, erwarteten Messgrößen, Qualifikationen und erlaubten Prüfständen,
  vorbelegt mit dem aktuellen Stand. Zusätzlich lässt sich dort die
  Abhängigkeit im Template ändern. Gespeichert wird immer der komplette
  Testfall; nicht geänderte Messgrößen und Zuordnungen bleiben erhalten. Die
  Änderung erzeugt eine neue Version des Testfalls und gilt in allen
  Templates und Sequenzen, in denen er noch nicht abgeschlossen ist.
- **Testsequenzen eines Projekts:** Auf der Projektseite listet eine Tabelle
  alle Sequenzen mit Status, Anzahl Testfälle, Start, Ende, Dauer und
  zugeordnetem Prüfling; Bearbeiten, Löschen und Abhängigkeiten sitzen als
  Aktionen am Zeilenende.
- **Doppelbelegungen an einem Prüfstand:** Überschneiden sich die Zeitpläne
  mehrerer Sequenzen an einem Prüfstand, lässt sich das direkt auf der
  Prüfstand-Detailseite auflösen — durch Verlegen auf einen anderen Prüfstand
  oder zeitliches Verschieben. Details unter `pruefstaende`.
- **Zeitplan-Spalten:** Der Zeitplan zeigt links neben dem Diagramm feste
  Spalten für Start, Ende, Dauer und Status — sowohl je Sequenz als auch,
  aufgeklappt, je Testfall. Auf schmalen Bildschirmen klappen Dauer und
  Status zuerst ein, Name/Start/Ende bleiben sichtbar.
- **Entwurfs-Testfälle sofort im Zeitplan:** Ein gerade im Editor
  hinzugefügter, aber noch nicht gespeicherter Testfall erscheint sofort als
  gestrichelte, gelb markierte Zeile im Zeitplan („ungespeichert") — noch bevor
  gespeichert wird. So lässt sich die Auswirkung auf den Zeitplan schon vor
  dem Speichern beurteilen.
- **Warnung bei ungespeicherten Änderungen:** Solange der Testfall-Editor
  ungespeicherte Änderungen enthält, fragt die App vor dem Verlassen der Seite
  nach — egal ob über einen Link innerhalb der App oder beim Schließen des
  Tabs/Neuladen. Erst nach „Verlassen" gehen die Änderungen verloren.
- **Revisionsverlauf:** Jede Speicherung einer Sequenz — egal ob am
  Sequenzformular oder an den Testfällen selbst — legt automatisch eine neue
  Revision an. Der Revisionsverlauf erscheint erst, sobald mindestens eine
  Revision existiert. Jede Revision zeigt, **wer** sie erzeugt hat und
  **wann**; bei Revisionen aus der Zeit vor dieser Funktion steht dort „—".
  Eine Notiz zur Revision kann beim Speichern mitgegeben werden; nachträglich
  ändern lässt sie sich nicht mehr — Notizen sind ein unveränderliches
  Protokoll.
- **Revision wiederherstellen:** Über „Wiederherstellen" bei einer Revision im
  Verlauf lässt sich der damalige Stand zurückholen — Name, Zeitplan,
  Testfälle, Prüfstand-Zuordnung und Abhängigkeiten. **Bereits erfasste
  Ergebnisse und Status werden dabei nie zurückgesetzt**: Testfälle, die nach
  der gewählten Revision hinzukamen und schon eine Durchführung, ein Ergebnis
  oder Messwerte haben, bleiben erhalten — die Wiederherstellung meldet das als
  Hinweis. Fehlende Testfälle aus der Revision werden neu angelegt. Ältere
  Revisionen ohne vollständigen Snapshot stellen nur Name und Beschreibung
  wieder her; das zeigt der Bestätigungsdialog vorher an.
- **Revisionsverlauf für Sequenz-Vorlagen:** Auch Vorlagen führen einen eigenen
  Revisionsverlauf — jede Änderung an Name, Beschreibung oder den enthaltenen
  Testfällen legt eine neue Revision an, sichtbar unten auf der
  Template-Detailseite. „Bearbeiten" oben auf der Seite öffnet den Dialog für
  Name/Beschreibung samt optionaler Revisionsnotiz. Da Vorlagen keinen
  Zeitplan haben, stellt „Wiederherstellen" hier nur Name, Beschreibung,
  Testfälle und Abhängigkeiten zurück; bereits aus der Vorlage erstellte
  Sequenzen sind davon nicht betroffen — sie wurden beim Erstellen komplett
  kopiert und sind seither unabhängig von der Vorlage (siehe „Sequenz-Vorlage
  anlegen" oben).
- **CSV-/Excel-Import und -Export der Testfall-Vorlagen:** Im Reiter
  „Templates Testfälle" liefert „Exportieren" alle Testfall-Definitionen als
  CSV oder Excel (.xlsx). „Importieren" liest dieselbe Struktur wieder ein —
  anders als bei Prüflingen, Prüfständen und Geräten legt ein Import hier
  **immer neue** Testfall-Definitionen an, auch wenn die ID-Spalte gefüllt
  ist: Testfall-Definitionen sind versioniert, ein Update über den Import
  würde entweder vorhandene Messgrößen löschen oder bei jedem Re-Import eine
  neue Revision erzeugen. Vorhandene Testfälle pflegt man über „Bearbeiten".
  Zeilen ohne Namen werden übersprungen. Nach der Dateiauswahl öffnet sich
  zunächst eine Vorschau — es wird noch nichts gespeichert. Sie zeigt je
  Zeile, ob ein neuer Testfall angelegt oder die Zeile übersprungen wird. Erst
  ein Klick auf „Einträge importieren" schreibt die Daten; „Abbrechen"
  verwirft die Datei ohne Änderungen.
- **Bilder zur Testfall-Beschreibung:** Ein oder mehrere Bilder lassen sich
  z. B. für Schaltpläne oder Diagramme zur Erläuterung hinterlegen — entweder
  direkt im Formular „Neuer Testfall" (Bilder werden dort erst nach dem
  Anlegen hochgeladen) oder nachträglich auf der Testfall-Detailseite (Reiter
  „Templates Testfälle" → Testfall anklicken) unter „Bilder". Format PNG oder
  JPG, maximal 5 MB je Bild, bis zu 10 Bilder je Testfall; Titel ist Pflicht,
  eine Beschreibung optional. Die Bilder gehören zur Bibliotheksdefinition
  selbst, nicht zu einer einzelnen Durchführung — sie erscheinen also bei
  jeder Sequenz, die diesen Testfall verwendet.

## Der Statusfluss eines Testfalls

Ein Testfall-Status folgt einem festen Ablauf. Sie können nicht jeden Status von
jedem aus wählen — der Status ist Ihr Qualitätsnachweis und soll den Ablauf
belegen, nicht ersetzen.

```
Ausstehend ──▶ In Bearbeitung ──▶ (Durchführung) ──▶ Bestanden / Fehlgeschlagen
     │               │                                          │
     └──▶ Übersprungen / Abgebrochen                            │
                  │                                             │
                  └──▶ Ausstehend                In Bearbeitung ◀┘  (Nachprüfung)
```

- **Über das Statusmenü** (Badge auf der Detailseite, Board, Gantt, Liste)
  setzen Sie nur *Prozess-Schritte*: starten, überspringen, abbrechen, wieder
  aufnehmen. Das Menü zeigt Ihnen jeweils nur, was von hier aus möglich ist.
- **„Bestanden" und „Fehlgeschlagen" stehen nicht im Statusmenü.** Ein
  Prüfergebnis entsteht ausschließlich über „Testfall wurde durchgeführt", weil
  dort Prüfer, Zeitraum, Ist-Ergebnis und Messwerte dazugehören. Ein Ergebnis
  ohne diesen Beleg wäre kein Nachweis.
- **Nachprüfung:** Ein bewerteter Testfall geht zurück auf „In Bearbeitung",
  nicht auf „Ausstehend" — die bereits dokumentierte Durchführung bleibt
  erhalten.
- **Übersprungen/Abgebrochen** heißt „nicht geprüft". Wollen Sie einen solchen
  Testfall doch prüfen, nehmen Sie ihn zuerst wieder auf („Ausstehend"); erst
  dann ist eine Durchführung möglich. So bleibt die Umkehr im Verlauf sichtbar.
- **Es gibt kein „Pausiert" mehr.** Der Zustand hatte keine Konsequenz: er
  blockierte nichts und verlangte keine Begründung. Ein Testfall, der gerade
  stockt, bleibt „In Bearbeitung" — schreiben Sie eine Notiz dazu, warum. Damit
  entfällt auch das Pausieren von Projekten und Sequenzen.
- **Massenänderung:** Über die Auswahl mehrerer Testfälle sind nur
  Prozess-Schritte setzbar. Enthält die Auswahl Testfälle, für die der gewählte
  Wechsel nicht möglich ist, werden die übrigen geändert und die Zahl der
  unveränderten gemeldet.

## Durchführung und Abweichung erfassen

- **Durchführung erfassen:** Über „Testfall wurde durchgeführt" auf der
  Testfall-Detailseite werden Prüfergebnis (bestanden/fehlgeschlagen),
  tatsächliches Ergebnis, tatsächlicher Zeitraum, wer durchgeführt hat und alle
  Ist-Werte der am Testfall definierten Messgrößen in einem Schritt erfasst.
  Alle diese Felder sind Pflicht — eine Durchführung ohne vollständigen Beleg
  lässt sich nicht speichern. Das Prüfergebnis ist dabei nie vorausgewählt: es
  muss bei jeder Erstfassung bewusst angeklickt werden, damit „Bestanden" nicht
  aus Versehen als übernommener Standardwert durchgeht. Ausserdem muss das
  tatsächliche Ende auf oder nach dem tatsächlichen Anfang liegen — sonst
  erscheint ein Hinweis und der Dialog lässt sich nicht speichern.
- **Zuständigkeit wechselt zur ausführenden Person:** Mit der Erstfassung wird
  die im Dialog gewählte Person automatisch zur zuständigen Person des
  Testfalls — der Abschnitt, der vor der Durchführung „Zuständig" heisst, zeigt
  ab dann „Ausgeführt von" und lässt sich weiterhin manuell ändern.
- **Abweichung gleich mit erfassen:** Im selben Dialog lässt sich unabhängig
  vom Prüfergebnis „Abweichung dazu erfassen" anhaken — auch bei „Bestanden",
  etwa für eine Beobachtung, die das Ergebnis nicht kippt. Damit entsteht eine
  Abweichungsnotiz mit Bezug auf genau diesen Prüfschritt — sie erscheint auf
  der Testfall-Detailseite und später im Testbericht direkt bei diesem
  Testfall. Nachträglich geht das ebenso über den Abschnitt „Abweichungen" auf
  der Testfall-Detailseite, und dort lassen sich auch mehrere Notizen zum
  selben Testfall erfassen.
- **Ein fehlgeschlagener Testfall ohne Abweichung wird angezeigt.** Der
  Abschnitt „Abweichungen" weist darauf hin, solange keine erfasst ist.
- **Anpassung nach der Erstfassung:** Sobald eine Durchführung einmal erfasst
  wurde, öffnet derselbe Button („Ergebnisse anpassen") stattdessen die
  „Anpassung der erfassten Ergebnisse". Wer ursprünglich durchgeführt hat,
  bleibt dabei unverändert sichtbar; erfasst wird zusätzlich, wer die
  Korrektur vorgenommen hat und wann.
- **Prüfbedingungen und externer Anbieter (optional):** Im selben Dialog
  gibt es zwei freiwillige Felder für den Prüfbericht nach ISO/IEC 17025:
  „Prüfbedingungen (z. B. Temperatur, Feuchte)" — etwa „23 °C, 45 % r. F." —
  und „Extern durchgeführt von (Anbieter)", falls das Ergebnis nicht aus dem
  eigenen Labor stammt. Beide erscheinen auf der Testfall-Detailseite unter
  dem tatsächlichen Ergebnis und werden bei „Ergebnisse anpassen" mit dem
  bisherigen Wert vorbelegt; ein geleertes Feld wird dabei entfernt.
- **Fotos zur Durchführung:** Im Abschnitt „Fotos" auf der Testfall-Detailseite
  lassen sich beliebig viele Fotos hochladen (PNG oder JPG, je maximal 5 MB).
  „Foto auswählen" öffnet einen Dialog mit Titel (Pflicht), optionaler
  Beschreibung und Dateiauswahl — hochgeladen wird erst beim Bestätigen im
  Dialog, nicht schon bei der Dateiauswahl. Das geht unabhängig vom
  Testfall-Status und auch nachträglich, jederzeit nach der Durchführung. Im
  Bericht erscheinen diese Fotos je nach Einstellung direkt bei der
  Testfallseite oder gesammelt in einem Anhang (siehe `berichte`).

## Benötigte Qualifikationen

- **Am Testfall festlegen:** Im Testfall-Formular (Testfall-Bibliothek) wählen
  Sie unter „Benötigte Qualifikationen" beliebig viele Einträge aus dem
  Qualifikationskatalog der Organisation (siehe `mitarbeiter`). Ohne Auswahl
  darf jeder mit der nötigen Rolle den Testfall durchführen, wie bisher.
- **Bei der Zuweisung:** Fehlt der zugewiesenen Person eine benötigte
  Qualifikation, erscheint standardmässig nur ein Hinweis — die Zuweisung
  bleibt möglich, etwa um für die kommende Woche zu planen, wenn die
  Nachschulung noch aussteht. Unter **Mitarbeiter → Qualifikationen** lässt
  sich per Einstellung „Qualifikationsprüfung bei Zuweisung hart" umschalten,
  dass die Zuweisung in diesem Fall stattdessen blockiert wird.
- **Bei der Durchführung: immer hart.** Wer im Dialog „Testfall wurde
  durchgeführt" als ausführende Person ausgewählt wird, muss zu diesem
  Zeitpunkt alle benötigten Qualifikationen gültig besitzen — unabhängig von
  der Einstellung zur Zuweisung. Fehlt eine, lässt sich die Durchführung nicht
  speichern. Owner und Admin sehen stattdessen ein Begründungsfeld und können
  bewusst übersteuern; das wird im Audit-Log gesondert festgehalten.
- **Rückverfolgbarkeit:** Welche Qualifikationen zum Ausführungszeitpunkt
  verlangt waren, wird beim Abschluss des Prüfschritts eingefroren — eine
  spätere Änderung am Testfall ändert nicht rückwirkend, wogegen tatsächlich
  geprüft wurde (wie bei den erwarteten Messgrößen).

## Automatischer Prüfstand-Vorschlag

- **Am Testfall festlegen:** Im Testfall-Formular (Testfall-Bibliothek) lässt
  sich unter „Erlaubte Prüfstände" eine Auswahl konkreter Prüfstände treffen
  und unter „Erlaubte Prüfstandsgruppen" eine Auswahl von Prüfstandstypen (siehe
  `pruefstaende`) — jeder Prüfstand des gewählten Typs kommt dann zusätzlich in
  Frage. Beide Felder sind optional und lassen sich kombinieren; bleibt beides
  leer, gilt der Testfall wie bisher als uneingeschränkt — jeder Prüfstand
  kommt in Frage.
- **Wo der Vorschlag erscheint:** Im Dialog „Sequenz aus Template erstellen"
  (Abschnitt „Prüfstandszuordnung") wird für jeden Testfall aus der Vorlage
  automatisch ein Prüfstand vorbelegt, sobald Template, Startzeitpunkt bzw.
  Abhängigkeiten gewählt sind — statt wie zuvor grundsätzlich mit „Kein
  Prüfstand" zu starten. Das ist ein reiner Vorschlag: jede Zeile lässt sich
  weiterhin frei überschreiben, auch auf einen nicht erlaubten Prüfstand.
- **Wie der Vorschlag zustande kommt:** Für jeden Testfall wird anhand seiner
  geschätzten Dauer und Reihenfolge in der Vorlage ein voraussichtlicher
  Zeitraum berechnet (dieselbe Terminlogik wie bei einer bereits angelegten
  Sequenz). Vorgeschlagen wird der erste erlaubte, einsatzbereite Prüfstand
  (nicht in Wartung/außer Betrieb), der in diesem Zeitraum laut
  Prüfstandskalender vollständig frei ist — bestehende Sequenzen ebenso wie
  Reservierungen zählen dabei als Belegung. Zwei sich zeitlich überlappende
  Testfälle derselben neuen Sequenz bekommen nicht denselben Prüfstand
  vorgeschlagen.
- **Wann kein Vorschlag erscheint:** Ist kein erlaubter Prüfstand im
  voraussichtlichen Zeitraum vollständig frei, bleibt die Zeile auf „Kein
  Prüfstand" — der Vorschlag verzichtet bewusst darauf, eine unsichere
  Doppelbelegung anzubieten. Die Zuordnung erfolgt dann manuell wie bisher.

## Erwartete Messgrößen und automatische Auswertung

- **Erwartete Messgrößen definieren:** Im Testfall-Formular (Testfall-Bibliothek
  oder „Testfall hinzufügen" innerhalb einer Sequenz) legen Sie je Testfall
  beliebig viele erwartete Messgrößen an: Kanalname, Einheit, Sollwert und
  optionale Grenzwerte (Min/Max). Der Kanalname ist der Schlüssel — er muss zu
  dem Namen passen, unter dem der Prüfstand die Messwerte liefert, und darf
  pro Testfall nur einmal vorkommen. Grenzwerte leer lassen heißt „nach dieser
  Seite offen"; ein umgedrehtes Band (Min > Max) lässt sich nicht speichern.
  Die Grenzwerte hängen bewusst am Testfall und nicht am Prüfstand — derselbe
  Prüfstand kann für verschiedene Testfälle denselben physischen Kanal mit
  unterschiedlichen Sollbändern liefern.
- **Messunsicherheit U (k=2):** Je Messgröße lässt sich optional die
  erweiterte Messunsicherheit in der Einheit der Messgröße angeben (Spalte
  „U (k=2)", nicht negativ). Sie steht im Prüfbericht neben dem Ergebnis und
  wirkt bei der Bewertung, wenn das Projekt die Entscheidungsregel „Schutzband
  w = U" verwendet: dann gilt ein Messwert nur als bestanden, wenn er
  mindestens U innerhalb der Grenzen liegt (siehe `projekte`, Abschnitt
  „Angaben für den Prüfbericht"). Die Sofort-Anzeige „im Bereich/außerhalb" im
  Durchführungsdialog rechnet bereits mit dieser Regel. Wie die Grenzwerte wird
  U beim Abschluss des Testfalls eingefroren.
- **Prüfverfahren / Norm:** Das Feld „Prüfverfahren / Norm (inkl.
  Ausgabestand)" im Testfall-Formular nimmt die angewandte Norm oder
  Hausmethode auf, z. B. „DIN EN 60068-2-14:2010-04" oder „PV-012 Rev. 3"
  (höchstens 200 Zeichen). Es erscheint auf der Testfall-Seite, in der
  Definition jedes Prüfschritts und im Prüfbericht; wie alle Felder wird es in
  der Revision und beim Abschluss eingefroren.
- **Weg 1 — Einzelwert von Hand:** Im Dialog „Testfall wurde durchgeführt"
  tragen Sie zu jeder erwarteten Messgröße einen Ist-Wert ein (z. B. eine zu
  einem bestimmten Zeitpunkt abgelesene Messung). Das ist der richtige Weg,
  wenn nicht kontinuierlich gemessen wird.
- **Weg 2 — automatisch gegen abgelegte Messdaten:** Der Button „Aus
  Messdaten auswerten" auf der Testfall-Detailseite prüft die zum Testfall
  abgelegten Messwerte je Kanal (Min/Max/Durchschnitt) gegen die erwarteten
  Messgrößen und legt daraus automatisch bestanden/fehlgeschlagen fest. Diese
  Messwerte kommen entweder automatisch per Stream an (REST-Push oder MQTT,
  siehe `messdaten` und `mqtt-anbindung`) oder werden manuell als
  CSV-Datei hochgeladen — Abschnitt „Messdaten" im Dialog „Testfall wurde
  durchgeführt", Spalten `timestamp,channelName,value,unit` und optional
  `quality`. Beide Wege landen in derselben Ablage, die Auswertung
  unterscheidet nicht danach.
- **Wann die automatische Auswertung nicht funktioniert:** Es müssen bereits
  Messwerte zum Testfall vorliegen; enthält ein Kanal Werte mit
  Qualitätskennzahl unter 80 oder uneinheitlichen Einheiten, bricht die
  Auswertung mit einer entsprechenden Meldung ab, statt ein unsicheres
  Ergebnis zu erzeugen. Fehlt für einen gemessenen Kanal eine erwartete
  Messgröße mit Grenzwerten am Testfall, wird das ebenfalls gemeldet, statt
  den Kanal stillschweigend zu ignorieren.

## Typische Probleme

- **„Ein Messwert liegt innerhalb der Grenzen, trotzdem steht ‚außerhalb'."**
  Das Projekt verwendet die Entscheidungsregel „Schutzband w = U" und für die
  Messgröße ist eine Messunsicherheit hinterlegt: bestanden ist dann nur, was
  mindestens U von beiden Grenzen entfernt liegt. Welche Regel galt, steht
  über der Messergebnis-Tabelle des Prüfschritts. Ist U größer als das halbe
  Toleranzband, kann kein Wert mehr bestehen — dann U oder Grenzwerte prüfen.
- **„Die Messunsicherheit lässt sich nicht speichern."** Sie darf nicht
  negativ sein; leer lassen heißt „nicht angegeben".

- **„‚Sequenz erstellen' bleibt inaktiv, obwohl Template und Prüfling gewählt
  sind."** Es fehlt noch der Startzeitpunkt oder eine Abhängigkeit zu einer
  anderen Sequenz — eines von beiden ist Pflicht. Entweder „Manuell
  festlegen" anhaken und einen Zeitpunkt wählen, oder mindestens eine
  Abhängigkeit ankreuzen.
- **„Ich kann den Endzeitpunkt nicht mehr manuell setzen."** Das ist
  beabsichtigt: das Ende einer Sequenz ergibt sich aus den eingeplanten
  Testfällen, damit Zeitplan und tatsächlicher Testumfang nicht auseinanderlaufen.
  Nur der Startzeitpunkt lässt sich fixieren.
- **„Nach dem Wiederherstellen fehlt ein Testfall, den ich erwartet hätte."**
  Vermutlich existiert der zugehörige Testfall in der Bibliothek nicht mehr
  (gelöscht). Solche Testfälle werden beim Wiederherstellen übersprungen und
  als Hinweis gemeldet.
- **„Ein Testfall, den die Revision eigentlich nicht mehr enthält, ist nach dem
  Wiederherstellen trotzdem noch da."** Das Item hat bereits Ausführungsdaten
  (Status, Ergebnis oder Messwerte) — solche Items werden nie automatisch
  gelöscht, damit keine Prüfhistorie verloren geht. Sie können es bei Bedarf
  manuell entfernen.
- **„Ich möchte eine Revisionsnotiz nachträglich ändern."** Notizen sind
  unveränderlich, sobald die Revision gespeichert ist — sie sind ein
  Protokoll, keine Freitext-Ablage. Eine neue Notiz entsteht bei der nächsten
  Speicherung.
- **„Speichern-Button beim Durchführung-Erfassen bleibt inaktiv."** Es fehlt
  noch mindestens eines der Pflichtfelder: Prüfergebnis (bestanden/
  fehlgeschlagen — nie vorausgewählt, muss angeklickt werden), „Durchgeführt
  von", tatsächliches Ergebnis, Beginn, Ende oder ein Ist-Wert zu einer der
  definierten Messgrößen. Liegt das Ende vor dem Anfang, erscheint zusätzlich
  ein Hinweis dazu, und der Button bleibt ebenfalls inaktiv.
- **„Im Statusmenü fehlen ‚Bestanden' und ‚Fehlgeschlagen'."** Das ist
  beabsichtigt. Ein Prüfergebnis erfassen Sie über „Testfall wurde
  durchgeführt"; nur dort sind Prüfer, Zeitraum und Ist-Werte dabei.
- **„Im Statusmenü fehlt der Status, den ich setzen will."** Das Menü zeigt nur,
  was aus dem aktuellen Status möglich ist (siehe „Der Statusfluss eines
  Testfalls"). Beispiel: von „Bestanden" führt der Weg über „In Bearbeitung",
  nicht direkt auf „Ausstehend".
- **„Im Board lässt sich die Karte nicht in jede Spalte ziehen."** Spalten, die
  der Statusfluss nicht zulässt, sind während des Ziehens abgeblendet.
- **„‚Testfall wurde durchgeführt' ist nicht anklickbar."** Der Testfall ist
  übersprungen oder abgebrochen. Nehmen Sie ihn erst wieder auf, dann können Sie
  eine Durchführung erfassen.
- **„Die Durchführung wurde gespeichert, die Abweichung nicht."** Das wird als
  Fehlermeldung angezeigt und heißt genau das: die Durchführung steht, die
  Abweichung müssen Sie über den Abschnitt „Abweichungen" auf der
  Testfall-Detailseite nachtragen.
- **„Mein beaufsichtigter Testfall endet trotzdem über Nacht oder am
  Wochenende."** Zwei mögliche Ursachen: (1) Die Organisation steht unter
  Einstellungen → Kalender auf „Durchgehend (24/7)" — dann gilt das für alle
  Testfälle unabhängig von der Checkbox. (2) Der Testfall selbst hat „Läuft
  unbeaufsichtigt weiter" angehakt, obwohl er beaufsichtigt werden soll — in
  der Testfall-Bearbeitung korrigieren.
- **„Nur gültige PNG- und JPEG-Dateien werden unterstützt." beim
  Foto-Upload.** Ein anderes Dateiformat (z. B. PDF, HEIC) wurde ausgewählt —
  als PNG oder JPG exportieren und erneut hochladen.

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Quelle: https://www.testlabiq.com/hilfe/testsequenzen
